ZahlenAtelier trifft Winnie Puuh – Disney im Alltag. 😊
Seit frühester Kindheit begleiten mich Disney-Geschichten. Bücher, Filme, gemeinsame Fernsehabende – und immer das gleiche Grundprinzip: Das Gute siegt. Nicht weil die Welt so einfach ist, sondern weil diese Geschichten zeigen, dass Menschen – und Figuren – zu Veränderung fähig sind.
Diese Überzeugung hat mich geprägt. Ich glaube nicht, dass Menschen von Natur aus schwierig, stur oder böse sind. Meistens steckt hinter Widerstand, Konflikt oder Blockade etwas anderes: Angst. Enttäuschung. Eine Perspektive, die noch nicht gehört wurde.
Walt Disney – Querdenker, Träumer, Visionär
Walt Disney selbst ist für mich ein faszinierendes Beispiel dafür, was passiert wenn man andere Wege geht. Bedingt durch seine Legasthenie hat er früh gelernt, Ideen nicht in Texten, sondern in Bildern zu denken. Micky Maus – als "Steamboat Willie" 1928 das erste Mal mit Ton auf der Leinwand – war das Ergebnis eines Mannes, der trotz wiederholter Rückschläge nicht aufgehört hat, zu träumen.
Was mich an Disney fasziniert, ist nicht der Erfolg. Es ist die Willensstärke dahinter – und die Fähigkeit, Geschichten so zu erzählen, dass sie etwas in Menschen bewegen.
Die Monster AG – mein liebstes Beispiel für Paradigmenwechsel
Eine meiner liebsten Disney-Geschichten ist die Monster AG. Nicht wegen der Figuren – obwohl Sully und Mike wirklich charmant sind 😊 – sondern wegen der zentralen Erkenntnis des Films.
Die Monster brauchen Energie. Seit jeher gewinnen sie diese durch das Schreien und Weinen von Kindern. Das ist ihr System, ihre Wahrheit, ihr Geschäftsmodell. Bis Sully und Mike entdecken: Lachen erzeugt viel mehr Energie als Angst.
Genau diesen Moment erlebe ich in meiner Arbeit immer wieder. In Mediationen, wenn zwei Parteien plötzlich verstehen, dass die andere Seite nicht der Feind ist. In Führungsgesprächen, wenn eine Führungskraft erkennt, dass Kontrolle nicht dasselbe ist wie Vertrauen.
Der Paradigmenwechsel ist oft nicht groß – aber er verändert alles.
Die Walt-Disney-Methode: Träumer, Realist, Kritiker
Was viele nicht wissen: Es gibt eine Kreativitäts- und Problemlösungsmethode, die nach Walt Disney benannt ist. Entwickelt wurde sie vom NLP-Forscher Robert Dilts, der Disneys Arbeitsprozesse beobachtete und feststellte, dass Disney Ideen systematisch aus drei verschiedenen Perspektiven betrachtete.
Die Walt-Disney-Methode – entwickelt von Robert Dilts auf Basis von Disneys Arbeitsprozessen.
Die Methode setze ich sowohl in Mediationen als auch in Führungsentwicklungs-Prozessen ein – weil sie einen einfachen, aber wirkungsvollen Rahmen bietet, um Perspektiven zu trennen und damit Lösungsräume zu öffnen.
Was Walt Disney und gute Führung gemeinsam haben
Disney hat nie aufgehört zu fragen: Was wäre möglich? Gleichzeitig hat er Strukturen gebaut, die Ideen in die Realität bringen konnten. Und er hatte Menschen um sich, die kritisch mitgedacht haben.
Träumer. Realist. Kritiker. In einer Person – oder in einem guten Team. Genau das ist es, was ich in meiner Arbeit begleite: Menschen und Organisationen dabei helfen, alle drei Perspektiven einzunehmen. Weil die besten Lösungen selten aus einer einzigen Sichtweise entstehen.
Welche Perspektive fällt dir am leichtesten – und welche am schwersten?
Ich bin gespannt auf eure Antworten. 👇
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